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Erna Ahrendt geb. Jakoby

ERNA AHRENDT wurde am 4. November 1889 als ERNA JAKOBY in Magdeburg geboren. Sie war verheiratet mit WILHELM AHRENDT (*14. August 1885) der christlich getauft war. Ihre gemeinsame Wohnung war in Vierlinden 7. Die Recherche zu ihrem Schicksal geht auch zurück auf eine Anfrage von Therese Koch aus Freiburg-Herdern. Als sie ein kleines Mädchen war hatte sie ERNA AHRENDT gekannt und wollte wissen, was genau in der Freiburger Nazi-Zeit mit ihr geschah. ERNA AHRENDT hatte die jüdische Konfession, ihr Mann wurde von den Nazis als „arisch“ eingestuft. Diese Tatsache hatte ERNA AHRENDT eine Zeit lang geschützt.

Als die KZ-Lager Auschwitz I und II schon befreit waren (27. Januar 1945) wurde ERNA AHRENDT doch noch – am 17. Februar 1945 – verhaftet. Mit dem Deportationszug XIII/6 wurde sie – zusammen mit 144 Menschen – von Freiburg nach Mannheim aus in das KZ Theresienstadt deportiert. Ihr Name ist im Theresienstädter Gedenkbuch auf Seite 670 verzeichnet.

WILHELM AHRENDT war untröstlich, als die Nazis seine Frau abholten, so erzählt Therese Koch. ERNA AHRENDT wurde im Juni 1945 aus Theresienstadt befreit. Therese Koch erinnert sich jedoch, dass sie nach ihrer Rückkehr eine völlig andere Frau gewesen sei, sie sagte: „… sie war nicht mehr dieselbe…“. ERNA AHRENDT starb 1972 im Alter von 83 Jahren.