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Pauline Besag

PAULINE BESAG kam am 20.März 1875 als PAULINE MAIER in Malsch bei Karlsruhe
zur Welt. Sie lebte mit ihrem Mann ADOLF BESAG in Freiburg.
Gemeinsam hatten sie die Tochter Luise Besag (*27. April 1905).
Sie wohnten auch in Vierlinden und später – durch NS-Gesetze gezwungen – in
der Erbprinzenstraße. Von 1937 bis 1941 lebten sie aber in Freiburg-Wiehre
in der Zasiusstraße 84.

Von der Erbprinzenstraße 8 aus wurde PAULINE BESAG am 22.August 1942
mit dem Transport XIII/1 als Nr.976 gemeinsam mit ihrem Mann in das
KZ Theresienstadt deportiert. In diesem Transport von Stuttgart in
das KZ Theresienstadt wurden 1078 Personen verschleppt,
von denen 1029 ermordet wurden und nur 49 Menschen den Holocaust überleben
konnten. Einen Tag später erreichte dieser Zug den Bahnhof Bauschowitz bei
Theresienstadt und die Gefangenen mussten dann die fast drei Kilometer in
das KZ zu Fuß gehen.

PAULINE BESAG wohnte im KZ im „Haus“ NR. 5 im „Zimmer“ 104.
Sie wurde dort am 23.Oktober 1942 um 17.30 Uhr im Alter von 67 Jahren durch
die unmenschlichen Lebensbedingungen dieses grauenhaften KZs ermordet.
Als offizielle Todesursache ist von drei Ärzten auf der Todesfallanzeige
des „Ghettos“ Theresienstadt Enteritis/Darmkatarrh angegeben.